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Anzucht Pflegeanleitung für Chili, Tomaten, Gurken Samen

Anzucht Pflegeanleitung für Chili, Tomaten, Gurken Samen

Samen nur leicht bedeckt aussäen Topf mit einer Glasscheibe abdecken und warm stellen (nicht unter 23°C) sonst keimen sie nicht. Vor der Aussaat muss das Substrat auf jeden Fall gut durchfeuchtet werden. Wichtig ist, dass das Saatgut nicht austrocknet. Das Substrat darf immer nur massig feucht sein, keinesfalls

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Anzucht Pflegeanleitung für Chili, Tomaten, Gurken Samen

AUSSAAT UND PFLEGE VON CHILI UND PAPRIKA
Die Kultivierung von Paprika und Chilis ist einfach. Sie kommen zwar aus wesentlich wärmeren Gegenden, aber man kann auch bei uns erfolgreich die Früchte ernten. Im folgenden wird der Einfachkeit halber nur noch von Chilis gesprochen, damit sind aber selbstverständlich auch die Paprika gemeint. 
 
Aussaat
Hat man ein beheiztes Gewächshaus zur Verfügung, kann die Aussaat bereits im Januar beginnen. Ist für die Aussaat lediglich eine Fensterbank über einer Heizung vorhanden, sollte die Aussaat Mitte März stattfinden. 
Ausschlaggebend sind Wärme, Feuchtigkeit und Licht. Außerdem braucht man Platz für die pikierten Pflanzen, schließlich muss man sie bis Mai drinnen halten. 
Zur Vorbereitung die Samen einen Tag in lauwarmen Wasser quellen lassen. Um eventuelle Pilze abzutöten kann man die Samen auch in Salzwasser legen. Dazu einen gestrichenen Teelöffel Salz auf ein Liter Wasser geben. Nach 24 Stunden die Samen mit klarem Wasser abspülen. 
 
Die so vorbehandelten Samen sind nun mit Wasser vollgesogen. Sie keimen nun schneller, als trockenes Saatgut, da sich dieses das Wasser zum Quellen aus dem Substrat holen muss. 
Als Substrat verwendet man am Besten Aussaatsubstrat. Das ist in Gartenbaumärkten erhältlich. 
Das Substrat in kleine Schälchen aus Plastik oder Styropor füllen und durchdringend wässern. Die Chilisamen nach Sorten getrennt aussäen und mit etwa einem halben Zentimeter Substrat bedecken. Bei kleinen Samen wie etwa von Mini-Chili reicht noch weniger. Das Substrat andrücken, die Schale mit einer Frischhaltefolie oder Glasscheibe abdecken und an einen warmen, hellen Ort ohne direkte Sonnenbestrahlung stellen. 
 
Chilis keimen bei einer Temperatur von 20-28°C. Je wärmer es ist, desto schneller setzt die Keimung ein. In dieser Phase sollte die Temperatur konstant sein. Temperaturschwankungen werden schlecht vertragen. Die Keimdauer richtet sich nach der Temperatur und dauert 7-14 Tage. 
 
Pikieren
Sobald das zweite Blattpaar der Pflänzchen gut ausgebildet ist, können diese pikiert werden. Dies ist etwa 3 Wochen nach der Keimung der Fall. Zum Pikieren verwendet man schwach gedüngtes Substrat oder Aussaatsubstrat. Die Chilis werden etwas tiefer gesetzt, als sie in der Keimschale standen. Damit die Wurzelbildung angeregt wird, können die Pflanzen bis zum ersten Blattpaar im Substrat versenkt werden. Als Gefäße dienen nun kleine Töpfe, von etwa 8 cm Durchmesser oder Multitopfplatten. Danach gut angießen. Die pikierten Chilis sollten nun an einem warmen, hellen Ort stehen, allerdings ohne direkte Sonnenbestrahlung. Weiterhin sollte man auch weiterhin durch eine Plastikfolie oder ähnliches für gespannte Luft sorgen. Die ideale Temperatur ist nun 20-24°C bei einer Luftfeuchte von 80%. 
 
Auspflanzen
Die Pflanzen sollten vor dem Auspflanzen ins Freiland abgehärtet werden. Zum Einen bekommen auch Pflanzen Sonnenbrand, zum Anderen sind draußen die Temperaturschwankungen deutlich höher, als drinnen. Hält man die Chilis draußen in Kübeln, gilt das Gleiche. Auch sie sollten abgehärtet werden. Dazu stellt man die Pflanzen nach den Maifrösten für 2-3 Tage an einen windstillen, warmen und schattigen Ort. Man kann sie zum Beispiel auf die Terrasse unter einen Sonnenschirm stellen oder ihnen eine andere Schattierung bieten. 
 
Die weitere Kultivierung in Kübel hat den Vorteil, das man die Pflanzen transportieren kann und bei schlechtem Wetter oder nach den Frösten drinnen halten kann. Die meisten Chilis können gut im Kübel gehalten werden. Als Substrat für Chilis eignet sich hochwertige Blumenerde, die einen Tonanteil hat und eine grobe Struktur aufweisst. Der Dünger reicht für etwa 6 Wochen. Danach sollte mit eine Flüssigdünger wöchentlich gegossen werden. 
 
Die Kultivierung im Beet hat den Vorteil, dass die Pflanzen größer und kräftiger werden und mehr Früchte produzieren. Paprika würde ich auspflanzen, da sie einen hohen Platzbedarf haben. Es eignet sich aufgedüngte Gartenerde, mit einem hohen Humusanteil. Eine Kompostgabe, etwas Kalk und Hornspäne sind die richtige Basis für die Weiterkultivierung. 
 
In jedem Fall brauchen Chilis und Paprika einen warmen vollsonnigen Standort. Sie dürfen nicht austrocknen und haben einen hohen Nährstoffbedarf. Der Platzbedarf richtet sich nach der Sorte und ist in der Sortenbeschreibung angegeben. Sowohl beim Auspflanzen ins Beet wie auch in einen Kübel, werden die Pflanzen etwa 5 cm tiefer gesetzt, als sie bisher standen. Dies regt die Wurzelbildung an. 

AUSSAAT UND PFLEGE VON GURKEN:
  1. Einlege- und Schälgurken können direkt ins Freiland gesät werden. Die kälteempfindliche Salatgurke hingegen wird zumeist im Gewächshaus gezogen. Daher empfiehlt es sich, diese nicht selbst zu säen, sondern als Gurkenjungpflanze im Gartenfachgeschäft zu kaufen und direkt in Ihrem Garten zu pflanzen. Die beste Zeit für die Aussat der Gurken ist der April.1
  2. Wie oben erwähnt sind Gurken relativ kälteempfindlich. Daher benötigen Sie einen sonnigen bzw. nur leicht schattigen und vor allem windgeschützten Ort in Ihrem Garten, um sie zu pflanzen. Sollte der Windschutz nicht von einem Gebäude oder einer eigens dafür gebauten Vorrichtung ausgehen, sollten Sie die Gurken in der Nähe von hochwachsenden Gemüsesorten wie z.B. Erbsen oder Zuckermais pflanzen.
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  3. Setzen Sie die Jungpflanzen in den ersten Wochen in eine geschlitzte Mulchfolie ein. Diese führt zur Erwärmung des Bodens, weil sie tagsüber die Sonnenwärme speichert und nachts an die Jungpflanzen abgibt. Dadurch kann die Gurke auch bei niedrigeren Temperaturen besser wachsen. Außerdem verhindert die Folie die Austrocknung des Bodens und somit der Pflänzchen. Zudem fördert Mulchfolie die Wurzelbildung.4
  4. Setzen Sie die Gurkenpflanzen in einem Abstand von je 40cm ein. Der Reihenabstand sollte ca. 1,40m betragen.5
  5. Für den Wachstum der Gurken ist es extrem wichtig, dass sie in einen fruchtbaren, lockeren und warmen Boden gesetzt werden. Auch darf der Boden nicht austrocknen, da die Pflanze sofort Schaden nimmt, wenn die Oberfläche hart wird und verkrustet.6
  6. Achten Sie darauf, dass der Boden stets flach gehalten wird und decken Sie ihn einmal im Monat mit einer dicken Mulchschicht ab.7
  7. Das Düngen der Gurkenpflanzen ist extrem wichtig. Am besten gedeihen die Jungpflanzen mit Rinder- oder Pferdemist – dieser lockert und erwärmt den Boden. Sollten Sie diesen nicht bekommen, empfiehlt sich grober Kompost, den Sie am besten mit Torf und gehäckseltem Stroh vermengen. Besonders effektiv ist Kompost, wenn er halb verrottet und schwarz gefärbt ist. Im Notfall können Sie auch mit gekauftem Düngemittel arbeiten. Lassen Sie sich in einem Gartencenter informieren, welches Produkt am besten für Gurkenpflanzen geeignet ist. Verwenden Sie auf jeden Fall ein stickstoffarmes und chlorfreies Düngemittel.8
  8. Gurken sind in der Anfangszeit sehr empfindlich. Wenn Sie also die Möglichkeit haben, sollten Sie sie mit handwarmem Regenwasser gießen.9
  9. Sobald die Pflanze die erwünschte Länge erreicht hat, müssen Sie den Haupttrieb oberhalb des sechsten Blattes abschneiden. Die Spitzen der Seitentriebe sollten Sie nach dem siebten Blatt kürzen. Durch diese Beschneidung wird die Pflanze kräftiger. Zudem erhöhen Sie so den Ernteertrag.10
  10. Besonders Freilandgurken wachsen üppiger und kräftiger, wenn Sie sie zusammen mit Dill und Basilikum setzen. Auch werden Sie in Gesellschaft dieser Kräuterpflanzen weniger oft von Mehltau befallen. Zwiebeln, Knoblauch, Erbsen und Buschbohnen fördern ebenfalls den Wachstum von Gurkenpflanzen. Kartoffeln, Tomaten, Radieschen, Rettich und Rosmarin hingegen, sollten nicht in der Nähe von Gurken gepflanzt werden.11
  11. Viel Erfolg beim Anlegen Ihres Gurkengartens und eine reichhaltige Ernte!

AUSSAAT UND PFLEGE VON TOMATEN
Die Tomate kann in unterschiedlichen Klimazonen angebaut werden. Sie gedeiht in der Hitze um den Äquator als auch in kühlen Klimazonen am Rande des Polarkreises. Tomaten wachsen auf verschiedenen Böden , sofern die pH-Werte um 5,5 und 7,5 liegen. Natürlich muß auf die richtige Auswahl der Tomatensorten geachtet werden, die auf die Bodenverhältnisse sowie auf die klimatischen Bedingungen abgestimmt sein sollten.
 
Für den Anbau unterteilt man die Tomaten in zwei grundlegende Sorten und zwar in unbegrenzt wachsende Sorten mehrheitlich Stabtomaten genannt und in begrenzt wachsende Sorten mehrheitlich Buschtomaten genannt.
 
Bei unbegrenzt wachsenden Tomatensorten wachsen aus den Blattachseln (dem vom Blattstiel und den Pflanzenstängel) gebildeten Winkel) neue Seitentriebe die ihrerseits nach Bildung einiger Blattpaare wieder neue Seitentriebe ausbilden und so weiter. Dieses Wachstum ist im Prinzip unbegrenzt und wird nur unterbrochen aus Mangel an Nährstoffen, Krankheiten und Einsetzen des Frostes am Ende der Vegetationsperiode.
Sorten mit eingeschränkten Wachstum hören selbsständig mit der Entwicklung von Seitentrieben auf. Ihre Wuchsform ist buschig daher der Name Buschtomate.
 
Im Gegensatz zu der Buschtomate muß die unbegrenzt wachsende Stabtomate laufend ausgegeizt werden. Ausgeizen nennt man das Entfernen der aus den Blattachseln wachsenden Seitentrieben. Wenn man diese unbegrenzt wachsenden Stabtomaten nicht ausgeizt würden diese in die Breite wuchern und dadurch einerseits sich selbst viel Schatten geben und es könnten nicht alle ausgebildeten Fruchtansätze ausreifen. Durch das viele Blattwerk käme auch zu wenig Licht an die Früchte und die Pflanze würde nach Regenfällen und Taubildung nur langsam abtrocknen , was eine Pilzerkrankung nach sich ziehen kann. In der Regel zieht man die Pflanze ein- oder zwei- bis dreitriebig heran. Weil man diese Haupttriebe an Pflanzstäben befestigen kann nennt man diese Tomaten dann auch Stabtomaten. Es fällt durch das laufend notwendige Entgeizen und Hochbinden mehr Pflegearbeit bei Stabtomaten als bei Buschtomaten an. Dafür sind Stabtomaten wüchsiger und ertragreicher.
 
Die Tomaten können sowohl im Freiland , in Glas-/Folienhäuser als auch im Kübel angebaut werden. Tomaten sind wegen der gefürchteten Braun- und Krautfäule sehr anfällig gegen Nässe(Feuchtigkeit) am Blattwerk. Es bietet sich daher der Anbau in Glas-/Folienhäuser an oder als Behelfsmaßnahme eine Hilfsüberdachung der im Freiland oder im Kübel gezogenen Tomaten herzustellen. Dabei ist für eine ausreichende Belüftung zu sorgen , denn wenn das Kondens-/Tauwasser das in der Nacht entsteht nur langsam oder kaum abtrocknet werden die Tomaten genau so krankheitsanfällig sein als ob keine Maßnahmen gesetzt worden sind. Bei den Anbaumethoden Freiland,Folienhaus und Kübel werden die Tomaten an Schnüren oder Stäben hochgebunden.
Eine alternative Anbaumethode Freiland auf Stroh liegend wird hier beschrieben.
 
Aussaat und Pikieren
Tomaten kann man erst im Garten halten , wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Das ist erst ab etwa Mitte Mai der Fall. Wenn man dann erst mit der Aussaat beginnen würde , wäre die Zeit zu kurz um vor dem Herbst viele Tomaten ernten zu können. Daher zieht man die Tomaten in hellen,warmen Räumen vor , um zur Zeit wenn es im Garten warm genug ist , bereits kräftige Planzen zum Auspflanzen zur Hand zu haben. Frühe Sorten wie beispielsweise Stupice sind dann schon Mitte Juni erntereif. Ein günstiger Zeitpunkt , für den Start der Aussaat in geschützten Räumen , ist Mitte bis Ende März. Die Tomaten keimen und wachsen sehr schnell und wenn man zu früh mit der Aussaat beginnt werden die Pflanzen sehr groß so das es schwierig ist sie bis zur Auspflanzung ausreichend mit Wasser und Nährstoffen (wegen dem kleinen Wurzelballen) zu versorgen.
Im Gegensatz zu Paprika und Chili keimen Tomatensamen schnell und sicher. Ein Einweichen oder eine andere Behandlung ist für ein gut keimfähiges Samenmaterial nach eigener Erfahrung überflüssig
Verwenden Sie Aussaattöpfchen oder Aussaatschalen und streuen sie die flachen Samen auf feuchte Aussaaterde und bedecken sie die Samen mit einer leichten Schicht Aussaaterde. Halten sie die Erde dann bei einer Zimmertemperatur von 20-24o C feucht aber nicht nass. Dies erreichen Sie entweder durch Verwendung einer Sprühflasche zum Nachfeuchten , oder sie nehmen ein Minianzuchthaus mit Abdeckung , oder sie stülpen ganz einfach eine durchsichtige Plastiktüte über das Anzuchttöpfchen oder -schale.
 
Je nach Temperatur werden die ersten Pflanzen innerhalb von 5 - 12 Tagen erscheinen. Danach muss die Abdeckung , falls verwendet , entfernt werden. Sie sollten jetzt etwas kühler gehalten werden und soviel Licht wie möglich erhalten. Das heisst desto heller um so höher kann die Temperatur sein.
Wenn sie zu warm bei zu wenig Licht gehalten werden "vergeilen" die Pflanzen. Mickrige , sich drehende lang schiessende Keimlinge sind ein Zeichen für ein Missverhältnis Temperatur/Licht.
 
Wenn ausser dem Keimblättern ein weiteres Blattpaar sich entwickelt , können die Pflänzchen vereinzelt (pikiert) werden. Dazu verwendet man kleine Töpfe mit Bodenlöcher und als Substrat Blumenerde. Ich mische der Blumenerde noch etwa 25 % vom eigenem angesetzten Humus hinzu . Beim Vorgang des Pikierens werden die zarten Pflänzchen sanft aus der Erde genommen , und die Wurzeln werden vorsichtig entwirrt um eine Verletzung der feinen Wurzeln zu vermeiden und danach werden sie einzeln in Töpfchen eingepflanzt und danach gewässert. Nach dem Verpflanzen lassen die vereinzelten Pflanzen meist die Köpfe hängen und es dauert einige Zeit bis sie sich wieder erholt haben. In dieser Zeit sind die Pflanzen sehr empfindlich gegen extreme Zustände (zu trocken,zu nass, zu viel Zug) und sind dann anfälliger für Schädlinge wie Blattläuse,Trauermücken und Pilzkrankheiten wie die Umfaller-Krankeit. Wenn die kritischen Stunden bis zur Neueinwurzelung ins neue Substrat überstanden sind , werden die Pflanzen robuster und kommen alleine gut zurecht Schädlinge und Pilzkrankheiten abzuwehren.
 
Sobald es draussen deutlich über 5o C warm ist , können die Pflänzchen unter Beobachtung schon gelegentlich zum Abhärten ins Freie gebracht werden.
 
Damit gewöhnen sich die empfindlichen Pflanzen an das rauhere Klima im Freien. Ab einer Höhe von etwa 10 cm braucht die Pflanze einen Stab zum Festbinden und als Stütze , da sie sonst bei windigen Wetter leicht abknicken kann .
Wenn die pikierten Pflanzen immer größer werden , wird es immer aufwendiger den Wurzelballen feucht zu halten. Der kleine Wurzelballen kann nur eine begrenzte Menge Wasser aufnehmen und bei warmen Wetter sind diese Wassermengen - durch die hohe Verdunstung über das Laubwerk - schnell verbraucht und die Pflanze sieht traurig aus und läßt die Blätter hängen. Man glaubt es am Anfang kaum , wenn man die Pflanzen dann sieht , daß sie bei diesen Aussehen noch zu retten sind , aber sie erholen sich nach einer erneuten Wasserzufuhr schnell wieder . Es ist zu beachten das beim Gießen das Wasser nur am Wurzelstamm zugegeben werden soll , da die Pflanzen wenn die Blätter dauernd naß sind , sie nicht widerstandsfähig genug gegen Pilzkrankheiten bleiben .
Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) können die Pflanzen in ihr endgültiges Quartier im Garten versetzt oder als Kübelpflanze umgepflanzt werden. Im Kübel sollten Sie der Pflanze wenn sie üppig wachsen soll , mindestens 10 l Erde gönnen und es muss sichergestellt sein , daß das Pflanzgefäß durch Abflußlöcher eine ausreichende Drainage aufweist.
 
Auspflanzen im Garten oder im Pflanzgefäß am Balkon
Das Beet im Garten oder im Gewächshaus sollte gut vorbereitet sein . Da alle Nachtschattengewächse gerne warme Füße haben , empfiehlt es sich unter dem Pflanzloch etwas halbverotteten Mist einzuarbeiten. Durch die Verrottung entsteht Wärme und das bekommt den Pflanzen. Es dauert einige Zeit bis sich das Wurzelwerk richtig ausbildet und man die Pflanze richtig wachsen sieht. Der Pflanzabstand sollte bei Tomaten ca. 75x75 cm betragen. Engere Pflanzabstände führen dazu , das viele Früchte zu wenig Licht und Sonne bekommen und nicht richtig ausreifen können. Außerdem wird bei höheren Abständen auch die Gefahr von Pilzkrankheiten an der Tomatenpflanze verringert.
 
Wichtig ist auch das die Pflanzen Stützstäbe erhalten und festgebunden werden. Die notwendige Länge dieser Stäbe hängt von der Sorte ab . Es gibt hochwachsende Sorte wie beispielsweise die Weißbehaarte die über 3m hoch werden können.
 
Bei diesen Länge müssen die Stäbe gut verankert werden um das Gewicht der Tomaten zu tragen und Wind und Wetter standzuhalten. Es gibt auch im Gartenhandel sogenannte Tomatenspiralen in verschiedenen Längen in denen der Hauptstamm innerhalb der Spirale geführt wird. Für viele Tomatensorten ist die Spirale praktisch einzusetzen. Manche Sorten aber , wie beispielsweise Shimmeig Creg oder Grünes Zebra , lassen sich durch Tomatenspiralen schlecht bändigen
 
Neben des laufenden Festbindens des Hauptstammes oder das Leiten des Stammes innerhalb der Tomatenspirale , ist die wichtigste laufende Pflegemaßnahme das laufende Entgeizen der Nebentriebe. Damit ist das Entfernen der Achseltriebe gemeint , die zwischen Stamm und Zweigansatz hervorsprießen. Man sorgt dadurch das es nur einen Haupttrieb gibt , ansonsten wuchert die Pflanze so auseinander das die Früchte wenig Licht bekommen und die Feuchtigkeit (Regen , Tau) langsam abtrocknet. Viel Nässe und Feuchtigkeit auf den Blättern ist der Hauptauslöser für Pilzkrankheiten an der Pflanze. Manche Tomatenliebhaber bringen sogar ein Dach über die Pflanze an um Regen abzuweisen.
Für die Pflanzung im Pflanzgefäßen gilt sinngemäß das Gleiche. Es ist, da der Wurzelballen begrenzt ist , eine nahrhafte Pflanzerde (mit guter Wasserspeicherungsfähigkeit) zu verwenden.
Das größte Problem beim Anbau in Pflanzgefäßen ist für eine gute Bewässerung zu sorgen. Tomaten verdampfen entsprechend der Größe viel Wasser. Noch wichtiger als die Frage , ob man die Pflanze reichlich oder sparsam gießt , ist die Gleichmäßigkeit bei der Wasserzufuhr. Die Pflanze lernt mit viel als auch mit wenig Wasserzufuhr zu leben. Schlimm wird es nur wenn man das ändert. Gießt man plötzlich mehr beginnen die Früchte aufzuplatzen. Gießt man plötzlich weniger , neigen die Pflanzen zur Blütenendfäule , da die Früchte plötzlich nicht mehr den gewohnten Nährstoffstrom erhalten . Außerdem ist beim Gießen Sorge zu tragen das nur der Wurzelballen Wasser erhält und nicht das Blattwerk.
Es ist leichter im Beet für die richtige Bewässerung zu sorgen als im Pflanzgefäß . Ein ausgiebiges Mulchen (Rasenschnitt,Stroh,Laub etc.) verhindert ein Austrocknen im Wurzelbereich und hilft Verschlämmungen oder Ausspülungen bei schweren Regenfällen zu vermeiden . Die Mulchschicht unterdrückt auch das Wachstum von Unkräutern und fördert das Bodenleben und eine lockere Struktur des Bodens.
 
Düngung und Ernte
Es ist besonders wichtig zu wissen, daß nach dem Einpflanzen im Freiland zu allerst das Wurzelwerk der Pflanze ausgebildet wird , entsprechend des Vorhandenseins von Nährstoffen im Boden. In den ersten Wochen sieht man daher wenig äußerliches Wachstum an den ausgepflanzten Pflanzen.Keine Angst die Pflanze wächst kräftig unter der Erde. Meist ist aber der erste Impuls die Pflanze hat zu wenig Dünger und man tut des Gutens zuviel. 
Dabei ist es genau umgekehrt , nach dem Verpflanzen soll die Pflanze trocken gehalten und vor allem nicht schnell wirkenden Dünger zugeteilt bekommen. Der Grund ist der , das die Pflanze auf der Suche nach Nährstoffen und Dünger, ein möglichst großes Wurzelwerk ausbilden soll, daß später in der Lage ist (nach der Nachdüngung) reichlich viele große Tomaten zu versorgen. Wenn man anfänglich zu viel Dünger gibt , sind genügend Nährstoffe da und daher wird das Wurzelsystem kaum weiter ausgebildet und wenn dann die Tomate kräftig weiterwächst , kann die Pflanze nach der abgeschlossenen Wurzelbildung die Tomatenpflanze nicht mehr richtig versorgen und wird krankeitsanfällig (Blütenendfäule , Braun-und Krautfäule etc).
 
Wenn es sich um einen guten humosen Boden handelt und im Herbst oder bei der Auspflanzung Kompost oder (im Herbst halb verrotteter , vor der Auspflanzung gut verrotteter) Stallmist untergearbeitet wurde , ist eine weitere Düngung von etwa 50 g /Pflanze organisch/mineralischen Volldünger , im Wurzelbereich verteilt und leicht eingearbeitet , angebracht und zwar 4 Wochen nach dem Auspflanzen . Hat man keinen Stallmist untergearbeit kann man nach weiteren 4 Wochen eine weitere Volldüngerzugabe vornehmen . Im Zweifelsfall lieber weniger düngen als zuviel. Vor allem nicht schnell wirkende Dünger mit dominierenden Stickstoff-Anteil verwenden.
Es klingt zwar alles sehr kompliziert aber wenn sie Sorge tragen das die Pflanze genug Licht und Sonne erhält und genügend gestützt wird und nur im Wurzelbereich gegossen wird , kann gar nicht viel schiefgehen und sie können bis zum Spätsommer viele leckere Tomaten ernten.
 
Weitere Tipps für den erfolgreichen Tomatenanbau
Wie kann man den Wohlgeschmack der Tomate fördern
- Für die Erreichung einer guten Würze der Tomaten , braucht diese viel Sonne, daher suchen Sie einen Platz der mindestens acht Stunden Sonneneinstrahlung aufweist.
- Eine Abdeckung mit Mulchmaterial(vorzugsweise Stroh) erhöht das Aroma als auch die Ausbeute.
- Der Boden sollte genügend kalkhaltig sein. Wenn notwendig soll man den Boden im Herbst mit Düngekalk vorbehandeln. Die Tomaten , die auf kalkhaltigen Böden gewachsen sind , schmecken besser. Auch Spurenelemente wie sie in Gesteinsmehl enthalten sind , verbessern den Geschmack
- Vorsicht vor einer Stickstoff-Überdüngung. Dies führt zu mehr Blättern und vielen kleineren Früchten mit wenig Aroma
- Sorge für genügend Licht und Luft rund um die Früchte , durch einen großzügig bemessenen Pflanzabstand und durch rechtzeitiges Ausgeizen und Hochbinden. Wenn eine gute Luftzirkulation gegeben ist , können die Früchte voll ausreifen und ihre volle Würze entwickeln.
- Sorge für eine optimale Bewässerung. Zu viel Giesswasser verwässert den Geschmack. Zu wenig Wasser hemmt die Bildung der Aromastoffe.
Wie kann ich die Erntezeit verlängern
Im Hochsommer ist die Tomatenpflanze voll von teils reifen Früchten und ist ziemlich ausgelaugt und erschöpft durch die vielen Früchte die versorgt werden müssen. Wenn dann ein längeres Tief mit viel Regen folgt , kann die Tomatenpflanze nicht mehr viel Abwehrkräfte , gegen durch Pilze verursachte Krankheiten wie die Braun- und Krautfäule , entgegen setzen und erliegt dem Druck der Krankheit. Es zeigt sich aber das jüngere Pflanzen (der gleichen Sorte) wesentlich widerstandsfähiger sind. Daher empfiehlt es sich einen Teil der abgeknipsten Seitentriebe der Tomate als Stecklinge zu verwenden und diese anzuziehen. Diese Stecklinge sind dann in der Entwicklung weit hinter der Mutterpflanze. Im idealen praktischen Fall beginnen bei der Stecklingspflanze die ersten Tomaten zu reifen (und sie ist noch wüchsig und robust) während die Mutterpflanze bereits am Eingehen ist.Dadurch kann man die Erntezeit um 3-4 Wochen ausdehnen. Natürlich kann man auch statt der Stecklingsmethode eine zweite etwas spätere Aussaat wählen , um die Erntezeit auszudehnen

 

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